Einfach mal selber kochen

Lecker kochen mit tollen Rezeptideen

Richtiger Umgang mit Miesmuscheln und Venusmuscheln

Veröffentlicht durch Ralf am 7 - März - 2011
1 Kg Venusmuscheln im Netz

1 Kg Venusmuscheln im Netz

Muscheln sind köstliche und günstige Meeresfrüchte, die man zu vielen Rezeptideen verwenden kann. Es gibt allerdings einige Regeln zu beachten. Ansonsten kann der Genuss auch gerne mal im Krankenhaus enden. Doch keine Panik, es ist ganz einfach herauszufinden, welche Muscheln gut und welche verdorben sind.

 

Saison von Miesmuscheln

Für Muscheln wird besonders in Monaten mit einem „r“ geworben, das liegt daran das Muscheln kühl transportiert und gelagert werden müssen. Dies war damals gewährleistet, da es in den Wintermonaten immer kühl ist, heutzutage ist das nicht mehr nötig, da es moderne Kühlmethoden gibt. Somit werden heutzutage auch in Monaten ohne „r“ Miesmuscheln, Venusmuscheln und andere angeboten.

Ein wichtiger Grund warum man auch heute Muscheln nur in Monaten mit „r“ essen sollte, ist die Schonzeit im Wattenmeer. Die Schonzeit ist von Mitte April, bis ca. Mitte Juli.

 

Miesmuscheln und Venusmuscheln kaufen

Muscheln sollten beim Kauf geschlossen sein. Sind sie es nicht, wurden sie wohl falsch oder zu lange gelagert. Sind viele Miesmuscheln und Venusmuscheln offen sollte man sie nicht kaufen.

Miesmuscheln sind in großen und kleinen Netzsäcken und Venusmuschen in kleinen Netzsäcken verpackt. An jedem von diesen Säcken hängt ein kleiner Zettel mit Informationen zum Erzeuger, dem Erntedatum und der Herkunft der Muscheln. Mies- und Venusmuscheln sollten nach der Ernte nicht älter als zwei Tage sein.

 

Aufbewahrung der Venus- und Miesmuscheln

Miesmuscheln und Venusmuscheln können auch ruhig über Nacht kühl gelagert werden. Beschädigte Muscheln sollten davor allerdings aussortiert werden. Die Muscheln einfach kurz abwaschen und in einer Schüssel lagern. Die Muscheln dürfen auf keinen Fall in einem geschlossenen Gefäß gelagert werden, da sie atmen müssen und so ersticken würden. Das gleiche gilt für die Lagerung im Wasser, dieses enthält nicht genug Sauerstoff für eine längere Lagerung.

 

Vorbereitung der Mies- und Venusmuscheln

Verdorbene Miesmuscheln

Als erstes sortieren wir die kaputten Muscheln aus. Geöffnete Muscheln müssen nicht gleich weggeworfen werden, um zu testen ob diese noch leben muss man ihnen einfach nur auf die Schale klopfen. Ziehen sie sich dann wieder zusammen und schließen sich lebt die Muschel noch und man kann sie verwenden. Alle kaputten oder offenen Muscheln, die sich nicht mehr schließen müssen weggeworfen werden.

Auch wichtig ist der Geruch der Muscheln. Riechen die restlichen Muscheln angenehmen nach Meer und Alge ist alles in Ordnung. Riecht eine der Muscheln unangenehm faulig muss diese ebenso in den Müll geworfen werden. Riechen die Muscheln nach Ammoniak müssen ALLE Muscheln restlos entsorgt bzw. zurück zum Fischhändler gebracht werden. Machen Sie ihm klar, dass die Muscheln verdorben sind und verlangen Sie ihr Geld zurück! (Natürlich nur, wenn Sie die Muscheln frisch gekauft haben, wer sie überlagert ist selbst schuld!) Der Ammoniakgeruch kommt vom verwesenden Eiweiß, diese Muscheln sind hoch giftig!

Nach der Zubereitung dürfen nur die geöffneten Muscheln verzehrt werden. Lebende Muscheln öffnen sich während dem Erhitzen, alle geschlossenen Muscheln waren schon vor der Zubereitung tot. Wer verschlossene Muscheln isst riskiert eine Lebensmittelvergiftung!

 

Reinigung der Mies- und Venusmuscheln

Venus- und Miesmuscheln sollte man vor dem Verzehr in Wasser oder unter fließendem Wasser mit einer Bürste reinigen. Kalkablagerungen kann man grob mit einem stumpfen Messer abkratzen. Die Byssusfäden (Die Barthaare der Miesmuscheln) dürfen erst kurz vor der Zubereitung entfernt werden, da die Miesmuschel danach recht schnell stirbt und somit verdirbt.

 

Wer diese einfachen Regeln beachtet kann ohne Angst Venusmuscheln und Miesmuscheln für seine Rezeptideen verwenden


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